Evangelische Kirchengemeinde Langenselbold - Pädagogisches Konzept
Pädagogisches Konzept
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KONZEPTION DER TAGESEINRICHTUNG FÜR KINDER

 

DER EVANGELISCHEN KIRCHENGEMEINDE LANGENSELBOLD

 

Stand: Mai 2015

 

Bestätigt in der Sitzung des Kirchenvorstandes am

 

01. Juni 2015

 

Inhalt der Konzeption

Grußwort.................................................................................................................................04

  1. Rahmenbedingungen

  • Träger der Einrichtung und Finanzierung.....................................................................06

  • Geschichte der Einrichtung..........................................................................................06

  • Gesetzliche Grundlagen und Auftrag...........................................................................09

  • SGB VIII § 8a - Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung............................................10

  • Art des Angebotes.......................................................................................................11

  • Lage und Einzugsgebiet...............................................................................................12

  • Öffnungszeiten und Beiträge.......................................................................................12

  • Räumlichkeiten und Außengelände.............................................................................13

  • Personal.......................................................................................................................14

  1. Selbstverständnis und pädagogische Zielsetzungen

    1. Unser Bild vom Kind und die Rolle der Erzieherinnen......................................14

    2. Ziel der pädagogischen Arbeit: Stärkung der Basiskompetenzen.....................14

    3. Wichtige Elemente des pädagogischen Arbeitsansatzes

  • Eingewöhnung neuer Kinder.....................................................................16

  • Gruppe und Öffnung.................................................................................16

  • Bildung und Lernen...................................................................................17

  • Religiöse Bildung.......................................................................................24

  • Sprachliche Bildung...................................................................................24

  • Partizipation..............................................................................................25

  • Inklusion/Integration.................................................................................25

  • Beobachtung und Dokumentation............................................................27

  1. Pädagogischer Alltag

    1. Tagesablauf.......................................................................................................28

    2. Unternehmungen und Exkursionen..................................................................29

    3. Feste und Feiern...............................................................................................29

    4. Darstellung von zwei Schwerpunkten der inhaltlichen Arbeit..........................30

    5. Übergänge

  • Von der Krippe in den Kindergarten...........................................................36

  • Von dem Kindergarten in die Schule..........................................................36

  1. Zusammenarbeit

    1. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft............................................................37

    2. Kooperation mit Schulen..................................................................................38

    3. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen....................................................38

    4. Zusammenarbeit im Team................................................................................39

    5. Zusammenarbeit mit dem Träger.....................................................................40

    6. Öffentlichkeitsarbeit.........................................................................................41

  1. Maßnahmen der Qualitätsentwicklung

    1. Beschwerdemanagement.................................................................................41

    2. Weitere Maßnahmen der Qualitätsentwicklung/QM-System..........................42

Grußwort

Wozu gibt es eine Evangelische Tageseinrichtung für Kinder in Langenselbold?

Kinder sind keine Belastung, kein Karrierehindernis, kein Privatvergnügen, sondern eine Gabe Gottes an alle.”  „Und Jesus nahm (kein frommes, gesundes, deutsches, weißes, sondern irgend) ein Kind, und stellte es in die Mitte (der Gemeinde) und sagte: Wenn ihr (Erwachsenen, auch ihr Steuerzahler, Stadtplaner und Bildungsexperten) nicht werdet wie dieses Kind, so werdet ihr nicht Anteil an Gottes Herrschaft haben können.“ “Lasset die Kinder zu mir kommen und weist sie nicht ab (damit die Geschäfte, die wichtigen Debatten und Gottesdienste ihren ungestörten Fortgang nehmen können), denn sie haben (so wie sie sind) Anteil an Gottes Güte.“ „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern (und Schwestern), das habt ihr mir (Gottes Erscheinung unter euch) getan (und ihr hört doch, wie die Kinder weinen - oder etwa nicht?).“

In diesen Sätzen drücken sich die Motive aus, die Christinnen und Christen seit über 100 Jahren in Langenselbold bewegen, sich in besonderer Weise den Kindern zuzuwenden. Heute wie vor über 100 Jahren ist es wichtig, Eltern bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrages zu unterstützen. Dabei hat der christliche Kindergarten eine besondere Verantwortung für die religiöse Erziehung.

Hier gilt: 

Christlicher Glaube gründet in der unbedingten Zusage Gottes in Jesus Christus, in der wir Menschen uns gesagt sein lassen und einander mitteilen dürfen: ‘Ich glaube, dass Gott dich liebt.’ Jede ausdrückliche religiöse Erziehung im Kleinkind- und Kindergartenalter basiert auf der menschlichen Grunderfahrung, unbedingt erwünscht und angenommen zu sein. Religiös relevante Erziehung findet also nicht erst dort statt, wo ausdrücklich vom christlichen Gleichheit in Wort und Tat die Rede ist, … Mit Kindern von Gott zu reden bedeutet dann vor allem, alltägliche Erlebnisse und Erfahrungen im Licht des Evangeliums zu deuten. Das kann zum Beispiel heißen: Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme; es wird zum Mahl, wo Brot und Leben geteilt werden, wie Jesus von Nazareth es gezeigt hat, oder: Konflikte bedeuten nicht, den anderen abzulehnen; es kann eine Kultur des fairen Streitens geben, die die Interessen aller berücksichtigt und Versöhnung ermöglicht. Wer schuldig geworden ist, dem kann vergeben werden. Das hat Jesus uns von Gott zugesagt. Zu Gott im Kindergarten zu sprechen sollte die Erlebnisse des Tages, auch die, die die Kinder aus ihren Familien schon mitgebracht haben, aufnehmen und zu Erfahrungen verarbeiten helfen. Gebetserziehung befähigt die Kinder, sich und ihr Leben vor Gott auszusprechen: Ängste, Freude und Trauer, Lob, Bitte und Dank. Mit Kindern Feste zu feiern gewinnt, eingebettet in eine solche religionspädagogische Konzeption, einen neuen Sinn. Mit Kindern christlich Feste zu feiern verlangt, Sinn für Symbole, wie beispielsweise Licht, Bilder, Blumen, Geschenke, Wasser, Brot, Essen und Trinken, zu wecken. Ebenso wichtig ist, den Eltern bei der Gestaltung des Festes in der Familie zu helfen. Dabei gebührt der Frage, was ein Fest den Eltern und der ganzen Familie selbst bedeutet, vorrangige Aufmerksamkeit. Schließlich ist damit die Begleitung der Eltern bei ihrem Glauben und in ihrer Aufgabe der religiösen Erziehung angesprochen. Mit den Eltern gilt es zu erschließen, welche religiöse Qualität ihr liebendes Dasein füreinander und für ihr Kind oder ihre Kinder hat. Mit ihnen gemeinsam ist nach einem ihnen entsprechenden christlichen Lebensstil zu fragen, der Familienleben als Familienkultur gestattet. Vor allem aber müssen alle Beteiligten die Erfahrung machen dürfen und einander mitteilen, daß auch ihnen zuerst der Zuspruch des Evangeliums gilt: ‘Ich glaube, dass Gott dich und jedes Glied eurer Familie liebt.’.“

(Martina Blasberg - Kuhnke, Universität Osnabrück)

Wenn es den Erzieherinnen auch in den nächsten Jahren gelingt, den Kindern zu helfen, solche Erfahrungen zu machen, wird unser Kindergarten noch lange Bestand haben!

1. Rahmenbedingungen

TRÄGER DER EINRICHTUNG UND FINANZIERUNG_________________________

Träger der evangelischen Tageseinrichtung für Kinder ist die Evangelische Kirchengemeinde Langenselbold.

Geschäftsstelle:

Katharina-von-Bora-Haus, Hinserdorfstr. 2a, 63505 Langenselbold

T (0 61 84) 28 93

E Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im Rechnungsjahr 2015 belaufen sich die Aufwendungen für die Kindertagesstätte laut gültigem Haushaltsplan auf 467.714,00 €. Hiervon kommen aus dem Kirchensteueraufkommen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck 53.004,00 €. Der Rest kommt aus dem kommunalen Haushalt, den Elternbeiträgen und dem Steueraufkommen des Landes Hessen. Die Kosten für den Erhalt des Gebäudes sind dabei nicht berücksichtigt.

GESCHICHTE DER EINRICHTUNG_______________________________________

Auszüge aus: Maria Elsässer Peter Gbiorczyk: Festschrift zum 90-jährigen Bestehen des ev. Kindergartens

Nach der Errichtung der Diakonissenstation im Jahr 1897 und dem segensreichen Wirken der Schwestern in der Gemeinde kam bald der Gedanke auf, dass nicht nur für die Kranken und Armen etwas geschehen müsse, sondern auch für die Kinder im Vorschulalter durch Einrichtung einer Kleinkinderschule. Am 4. April 1907 fand auf Einladung von Pfarrer Hufnagel eine Versammlung in der Hamburger’schen Wirtschaft statt, auf der die Statuten eines Vereins „Kleinkinderschule Langenselbold e.V.” beraten und beschlossen wurden.

Der Bau wurde im Oktober 1908 fertiggestellt und am 1. November 1908 eingeweiht.

Bis zu dieser Stunde sind 122 Kinder für die Kleinkinderschule angemeldet, so dass bisher – 1913 – die Schulschwester mit einer Gehilfin die Schule, welche durchschnittlich von 110 Kindern besucht ist, leitet. Nach Beendigung des ersten Weltkrieges 1918 wurde besonderer Wert auf die gesundheitliche Überwachung der Kinder und der Einrichtungen gelegt. Im Dezember 1919 bittet der Vorstand des Hessischen Diakonissenhauses Cassel um den Beitritt in den Verband Christlicher Kleinkinderschulen für Hessen-Cassel, weil die Gefahr bestehe, dass die freie Liebesarbeit in den Kleinkinderschulen durch eine voraussichtlich bevorstehende Umgestaltung des öffentlichen Erziehungswesens schwer beeinträchtigt werden könne. Der Eintritt in den Verband wurde daraufhin am 14.1.1920 erklärt.

Im Jahre 1928 wurde ein dringend notwendiger Anbau des Kindergartens ausgeführt, dessen Einweihung am 1. Advent unter Mitwirkung aller christlichen Vereine stattfand. Im Jahr 1933 feierte der Kindergarten sein 25-jähriges Jubiläum. Das Hauptamt für Volkswohlfahrt der N.S.D.A.P. versucht in diesen Jahren, erst zögernd und dann massiver, Einfluss auf die konfessionellen Kindergärten zu nehmen: „Kindergarten und Hort haben die Aufgabe, vorschulpflichtige und schulpflichtige Kinder während des Tages aufzunehmen und sie im Geiste des nationalsozialistischen Staates zu erziehen“. Die Aufnahme von Kindern hängt dabei nicht zuerst vom Willen der Eltern ab, sondern erfolgt aus sozialen und erzieherischen Gründen, um „die natürliche Erziehung des Elternhauses“ zu „ersetzen“. Die N.S.V. (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt) eröffnete 1940 in Langenselbold einen eigenen Kindergarten (im Haus Steinweg 43).

Der Versuch, eine Nachfolgerin für die Leitung des ev. Kindergartens zu finden, scheitert schließlich, da die meisten Diakonissen im Krieg in Lazaretten eingesetzt worden sind. In der Konsequenz wird daraufhin der Kindergarten geschlossen und der Verein aufgelöst. Im Sommer 1944 muss das Kindergartengebäude dem Fliegerhorst Langendiebach zur Einrichtung eines Ausweichlazaretts zur Verfügung gestellt werden.

Nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen am 29. März 1945 richtet der Kirchenvorstand die Räume wieder her, um den Kindergarten wieder zu eröffnen. Die Militärregierung hatte dem Vorsitzenden des Kirchenvorstandes die ausdrückliche Versicherung gegeben, das Gebäude als kirchliches Eigentum nicht für die amerikanischen Truppen zu verwenden.

Nach erfolgreichen Verhandlungen kann der Kindergarten am 14.5.1945 seinen Betrieb wieder aufnehmen. Die Gemeinde Langenselbold stellt Spielsachen und sonstige Ausrüstungsgegenstände aus dem ehemaligen NSV Kindergarten zur Verfügung. Im Juni 1945 besuchen ca. 130 Kinder die neueröffnete Einrichtung.

Umbauten und Renovierungen sind immer wieder nötig. 1975 geht es nach den Worten von Pfarrer Dr. Haas darum, den Kindergarten so umzubauen, damit er zu einer „pädagogisch verantworteten“ Einrichtung wird. Es wurden neue große Fenster eingebaut, schallisolierte und feuerhemmende Trennwände für die einzelnen Gruppenräume mit jeweils eigenem Ausgang. Zwischen zwei Gruppenräumen wurde eine Faltwand installiert, um den nun möglichen Großraum für Gemeinschaftsveranstaltungen und Gymnastikstunden zu nutzen. Die politische Gemeinde beteiligte sich vertragsgemäß mit 50 Prozent an den Kosten in Höhe von 22.000 DM. Aus dem Erlös des Sommerfestes wurden im übrigen Spielgeräte für den Außenbereich angeschafft. Im Jahre 1986 werden wieder Renovierungsarbeiten ausgeführt, insbesondere wurde die Waschanlage für die Kinder und die Beleuchtung erneuert. Das 80-jährige Jubiläum wird 1988 mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Im Mai 1989 zieht der Kindergarten bis zu Beginn des Jahres 1991 in das Gemeindezentrum in der Hinserdorfstraße um, damit das Gebäude umfassend renoviert werden kann. Rund eine Million Mark kostet die gründliche Sanierung und der Umbau.

In den letzten 24 Jahren wurde mehrmals die Außenanlage des Kindergartens umgestaltet, um dem Bewegungsdrang der Kinder und ihrer Einbindung in die natürlichen Grundlagen unseres Lebens gerecht zu werden. Im Jahr 2015 müssen erneut Weichen für eine gründliche Sanierung des Gebäudes gestellt werden, um Brandschutz und Barrierefreiheit zu gewährleisten, sodass der Kindergartenbetrieb auch in den nächsten Jahren aufrecht erhalten werden kann.

GESETZLICHE GRUNDLAGEN UND AUFTRAG_____________________________

Die Evangelische Tageseinrichtung für Kinder orientiert ihr erzieherisches Handeln an der Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus. Dabei werden Wert- und Sinnfragen sowie religiöse Vorerfahrungen der Kinder aufgenommen und Hilfen für die gegenwärtige und künftige Lebensbewältigung in christlicher Verantwortung gegeben. Sie unterstützt und fördert mit ihren familienergänzenden Angeboten die Personensorgeberechtigten bei ihrer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit sowie bei der Erfüllung eines gegebenen Taufversprechens. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Einrichtungsträger, erzieherisch tätigem Personal und den Personensorgeberechtigten, in der Regel den Eltern, ist für alle unerlässlich.“1

Die Evangelische Tageseinrichtung orientiert sich dabei an den gesetzlichen Bestimmungen des § 22 SGB VIII und des § 26 HKJGB.

§ 22 SGB VIII – Grundsätze der Förderung:

1) Tageseinrichtungen sind Einrichtungen, in denen sich Kinder für einen Teil des Tages oder ganztägig aufhalten und in Gruppen gefördert werden. Kindertagespflege wird von einer geeigneten Tagespflegeperson in ihrem Haushalt oder im Haushalt des Personensorgeberechtigten geleistet. Das Nähere über die Abgrenzung von Tageseinrichtungen und Kindertagespflege regelt das Landesrecht. Es kann auch regeln, dass Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen geleistet wird.

(2) Tageseinrichtungen für Kinder und Kindertagespflege sollen

1. die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern,

2. die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen,

3. den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können.

(3) Der Förderungsauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethnische Herkunft berücksichtigen.

§ 26 HKJGB – Aufgaben der Einrichtung:

(1) Die Tageseinrichtung für Kinder hat einen eigenständigen Bildungs- und Erziehungsauftrag. Sie ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und soll die Gesamtentwicklung des Kindes durch allgemeine und gezielte Bildungs- und Erziehungsangebote fördern. Ihre Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige, seelische und körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern und allen Kindern gleiche Entwicklungschancen zu geben.

(2) Für die Ausgestaltung und Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrages ist der Träger der Tageseinrichtung unter Mitwirkung der Erziehungsberechtigten verantwortlich.

(3) In den Räumen und auf dem Gelände der Tageseinrichtung ist das Rauchen untersagt.

Gemäß § 8 a SGB VIII ist die Evangelische Kirchengemeinde als Träger der Tageseinrichtung gehalten, Vereinbarungen mit den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe über die Mitwirkung an der Wahrnehmung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung abzuschließen.

SGB VIII § 8a – SCHUTZAUFTRAG BEI KINDESWOHLGEFÄHRDUNG____________

(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten.

(2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden.

(3) Hält das Jugendamt das Tätigwerden des Familiengerichts für erforderlich, so hat es das Gericht anzurufen; dies gilt auch, wenn die Personensorgeberechtigten oder die Erziehungsberechtigten nicht bereit oder in der Lage sind, bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos mitzuwirken. Besteht eine dringende Gefahr und kann die Entscheidung des Gerichts nicht abgewartet werden, so ist das Jugendamt verpflichtet, das Kind oder den Jugendlichen in Obhut zu nehmen.

(4) Soweit zur Abwendung der Gefährdung das Tätigwerden anderer Leistungsträger, der Einrichtungen der Gesundheitshilfe oder der Polizei notwendig ist, hat das Jugendamt auf die Inanspruchnahme durch die Personensorgeberechtigten oder die Erziehungsberechtigten hinzuwirken. Ist ein sofortiges Tätigwerden erforderlich und wirken die Personensorgeberechtigten oder die Erziehungsberechtigten nicht mit, so schaltet das Jugendamt die anderen zur Abwendung der Gefährdung zuständigen Stellen selbst ein.

ART DES ANGEBOTES_______________________________________________

Die aktualisierte Betriebszulassung vom 16. Juli 2010 ermöglicht das Angebot von insgesamt 65 Plätzen in der Einrichtung. Davon werden 50 Plätze in der Einrichtungsart Kindergarten betrieben sowie 15 Plätze in der Einrichtungsart altersübergreifend.

In mindestens einer Gruppe werden Integrationsmaßnahmen für behinderte Kinder und von einer Behinderung bedrohte Kinder durchgeführt.2 Die Gruppenstärke wird dann nach gesetzlich festgelegter Staffelung reduziert.

LAGE UND EINZUGSGEBIET __________________________________________

Die Einrichtung liegt im Zentrum der Stadt und nimmt Kinder aus allen Stadtgebieten auf.

Evangelische Tageseinrichtung für Kinder, Gartenstr. 12, 63505 Langenselbold

T (0 61 84) 35 51

E Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

ÖFFNUNGSZEITEN UND BEITRÄGE_____________________________________

Gesamtöffnungszeit der Tageseinrichtung ist von 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr, die Kinder können für folgende Zeiten angemeldet werden:

7.00 Uhr bis 12:30 Uhr

7.00 Uhr bis 14.00 Uhr mit Mittagessen

7.00 Uhr bis 16.30 Uhr mit Mittagessen und Nachmittagssnack

Die Einrichtung ist zu folgenden Zeiten geschlossen:

  • in den letzten 3 Wochen der hessischen Sommerferien

  • an 2 beweglichen Ferientagen der Schule

  • 5 Tage für Teamfortbildung

  • in der Zeit um Weihnachten und Neujahr 5 Arbeitstage

RÄUMLICHKEITEN UND AUSSENGELÄNDE_______________________________

Im Erdgeschoss der Einrichtung befinden sich 3 Gruppenräume, jeweils mit integrierter Kinderküche, einer zweiten Spielebene und einem Ausgang zum Garten und zur Außenanlage; ebenso die Küche sowie Sanitärräume (2 Waschräume mit Kindertoiletten und 1 Behinderten-WC) und ein Abstellkämmerchen (Reinigungsgeräte, Putzmittel usw.)

Im 1. Stockwerk befinden sich Funktionsräume (Mehrzweckraum, Intensivraum, Büro, Personalraum) und Materialräume sowie ein weiterer Sanitärraum mit Toilette und Dusche.

Die Außenanlage, der Natur-Erlebnis-Garten, hält für die Kinder Holzspielgeräte (Klettergerüst, Rutsche, Hängemattenschaukel) und einen Rundweg zum Rad- und Rollerfahren bereit und bietet ihnen mit Sandkasten und integriertem Wasserlauf, Baumhaus, Hügel, Tunnel und zahlreichen Gebüschen, Weidentipi, einer Holz-Seil-Kletterlandschaft, Gemüse- Kräuter- und Obstbeeten und einem Bienenhaus zahlreiche Natur- und Sinneserfahrungen.

Im Keller befindet sich ein Bewegungsraum,  der mit kleinen und großen Turngeräten ausgestattet ist; er verfügt über einen eigenen Ausgang zur Außenanlage. Auch hier befindet sich eine Kindertoilette mit Waschbecken.

 

PERSONAL________________________________________________________

In der Einrichtung sind neben der Leiterin derzeit ErzieherInnen im Umfang von 7 Stellen in Vollzeit und Teilzeit beschäftigt. Für Integrationsmaßnahmen werden zusätzlich ErzieherInnen sachlich befristet eingestellt.

In den Kernzeiten am Vormittag und am Nachmittag sind die Gruppen mit jeweils zwei ErzieherInnen besetzt. Abweichungen ergeben sich durch die Aufnahme von Kindern mit Einzelintegration.

Es besteht die Möglichkeit, Schulpraktika, Jahrespraktika zur Sozialassistenz, sowie das Freiwillige Soziale Jahr in unserer Tageseinrichtung zu absolvieren.

2. Selbstverständnis und pädagogische Zielsetzungen

2.1 UNSER BILD VOM KIND UND DIE ROLLE DER ERZIEHERINNEN

Kinder sind Geschöpfe Gottes und einzigartig in ihrer Person. Sie werden in der Tageseinrichtung in ihrer individuellen Art akzeptiert und wertgeschätzt. Lebenserfahrungen und Entwicklungsstand der Kinder werden ernst genommen und in der Arbeit mit ihnen berücksichtigt.

Die ErzieherInnen tragen dabei eine große Verantwortung gegenüber jedem einzelnen, ihnen anvertrautem Kind. Hierbei stellen sie sich aufmerksam auf die Kinder ein und wissen um ihre Vorbildfunktion für die Kinder.

Die ErzieherInnen verstehen sich als „AnleiterInnen“ im Spiel und bei Aktivitäten und auch im Umgang mit Konflikten, im Vermitteln einer positiven Lebenseinstellung und in der Art und Weise miteinander zu kommunizieren.

Dafür ist ein offener und wertschätzender Umgang mit allen am Erziehungsprozess beteiligten Personen für die ErzieherInnen selbstverständlich.

2.2 ZIEL DER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT: STÄRKUNG DER BASISKOMPETENZEN

Unsere Einrichtung sieht eine ihrer Hauptaufgaben darin, die Basiskompetenzen der ihr anvertrauten Kinder zu fördern und zu stärken, um sie, angelehnt an den hessischen Erziehungs- und Bildungsplan, auf ihr Leben nachhaltig vorzubereiten. Sie sollen sich wohl fühlen, gesund erhalten und eine positive Einstellung sich und ihrer Umwelt gegenüber erwerben. So werden sie zu aktiven Gestaltern in der Gemeinschaft und sind als wertvolle Mitglieder der Gesellschaft anerkannt.

Wir unterscheiden vier Basiskompetenzen:

Kindbezogene Fähigkeiten (individuelle Kompetenzen)

Die kindbezogenen Kompetenzen meinen, dass das Vertrauen der Kinder in ihre Einzigartigkeit bestärkt und gefestigt wird. Sie haben das Recht auf Autonomie und Selbstwirksamkeit. Sie bewirken etwas und können beeinflussen. Die Kinder entwickeln ihre eigene Persönlichkeit. Dies beinhaltet auch die Übernahme von Verantwortung für sich und andere. Sie erkennen ihre Bedürfnisse und formulieren diese. Die ErzieherInnen unterstützen die Kinder in der Umsetzung und geben ihnen Freiraum sich auszuprobieren.

Eigene und Fremdgefühle werden dabei wahrgenommen und geäußert. Dabei werden Unterschiede erkannt. Die Kinder lernen angemessen darauf zu reagieren.

Wir geben den Kindern die Möglichkeit, sich interessiert und kreativ mit der Umwelt auseinander zu setzen, Neues zu entdecken, verschiedene Lösungswege auszuprobieren und ihre eigene Leistung zu erkennen.

Gemeinschaftsbezogene Fähigkeiten (soziale Kompetenzen)

Kinder bauen eine Beziehung auf, in der sie Regeln, Werte und Vereinbarungen annehmen lernen. Wir vermitteln ihnen einen rücksichtsvollen Umgang mit Diversität und eigenen Gefühlen und Gedanken. Eigene Ansichten werden vertieft, aber ebenso im Austausch überdacht, erweitert und gegebenenfalls verändert.

Sie entwickeln sich als ganze Persönlichkeit, mit der sie in der Gemeinschaft Positives beitragen können und Verantwortung für ihr Tun übernehmen lernen.

Fähigkeiten zum erfolgreichen Lernen (Lernkompetenzen)

Lernen ist ein unabdingbarer Prozess, der uns ein Leben lang begleitet. Um den sich ständig verändernden Herausforderungen gewachsen zu sein, benötigen wir Lernkompetenzen.

Kinder lernen individuell, indem sie durch eigene Lernstrategien an vorhandenem Wissen anknüpfen.

Das ermöglicht ihnen selbständig nachzudenken, zu planen und zu handeln. Sie können sich so die Welt erschließen und Zusammenhänge erkennen.

Umgang mit Herausforderungen (Resilienz)

Um im Leben bestehen zu können, ist es wichtig, Herausforderungen als Chance und nicht als Bedrohung zu sehen.

Die Kinder sollen spielerisch in ihren individuellen und sozialen Kompetenzen gefördert werden, damit sie zum positiven Gestalter ihres Lebens werden können.

Dies, sowie religiöse Bildungsangebote stärken das Selbstvertrauen und eine gesunde Entwicklung.

2.3 WICHTIGE ELEMENTE DES PÄDAGOGISCHEN ARBEITSANSATZES

Eingewöhnung neuer Kinder_________________________________________

Die Eingewöhnungsphase gestalten wir individuell nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes und immer in Absprache und Zusammenarbeit mit den Eltern.

Im Erstgespräch, das die GruppenleiterInnen mit den Erziehungsberechtigten führen, werden relevante Informationen, die Einrichtung betreffend, weitergegeben. Es werden die Bedürfnisse des Kindes besprochen und Verabredungen getroffen, die auch die Termine für den „Schnuppertag“ und die Eingewöhnung betreffen. Am „Schnuppertag“ lernen die Kinder unter Begleitung eines Elternteils die Einrichtung erstmalig für einen Vormittag kennen.

Während ihrer Eingewöhnungszeit bleiben die Kinder in ihren jeweiligen Gruppen, um sich dort an die für sie neue Umgebung zu gewöhnen und Vertrauen zu den ErzieherInnen und Kindern aufbauen zu können.

Wichtig ist, dass während dieser Phase die Eltern bzw. Angehörigen des Kindes immer erreichbar sind.

Die Eingewöhnungsphase wird durch einen engen Austausch zwischen den Erziehungsberechtigten und den für die Gruppe zuständigen ErzieherInnen begleitet.

Gruppe und Öffnung________________________________________________

Nach der Eingewöhnungszeit bieten wir den Kindern die Möglichkeit an, sich außerhalb ihrer Gruppe aufzuhalten. Durch diese Teilöffnung unserer Einrichtung lernen die Kinder ein eigenständiges Handeln zu entwickeln. So bekommen sie Kontakt zu anderen Kindern, lernen andere Spielmöglichkeiten und andere ErzieherInnen kennen. Sie können sich entscheiden, wo und mit wem sie spielen möchten.

Die Kinder müssen sich in ihrer jeweiligen Gruppe abmelden und in der ausgewählten Gruppe anmelden. Schüchterne Kinder werden von der GruppenerzieherIn begleitet.

Innerhalb der Woche finden gruppenübergreifende Angebote statt, z. B. Vorschultreff, Andachten, kreative Angebote und Fördereinheiten.

Bildung und Lernen_________________________________________________

Kinder haben ein Recht auf Bildung. Dazu gehört auch, dass ein Kind lernt, sich selbst zu organisieren, ein Bild über seine Stärken und Schwächen zu gewinnen und dadurch ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Jedem Kind geben wir größtmögliche Freiräume für seine Entwicklung. Kinder sollen in ihrem Umfeld aktiv lernen und sich positiv entwickeln und sich dabei sicher und geborgen fühlen.

Die Entwicklung der Kinder soll durch vielfältige und anspruchsvolle Aufgaben, die an ihrem aktuellen Entwicklungsstand ausgerichtet sind, ermöglicht und gefördert werden.

So legen wir Wert auf einen ausgeglichenen Wechsel der dazu erforderlichen affektiven, kognitiven und pragmatischen Arbeits- und Spielformen.

Wir bieten den Kindern folgende Angebote im Tagesablauf, in denen wir die Bildungsziele des Hessischen Erziehungs- und Bildungsplanes verfolgen.

Das Freispiel

Das Freispiel nimmt einen großen und wichtigen Bereich in der Tagesgestaltung ein. Es ist das selbstbestimmte Spiel zwischen alltäglichen gemeinsamen Aktionen, Ritualen und angeleiteten Angeboten und Projekten. Die ErzieherInnen gehen dabei in eine vorrangig beobachtende und Hilfestellung gebende Rolle.

In dieser Zeit suchen sich die Kinder selbstbestimmt ihre SpielpartnerInnen, den Spielort, die Spieldauer und die Spielform aus.

Die Gestaltung der einzelnen Gruppenräume, sowie der Natur-Erlebnis-Garten lassen eine individuelle Spielauswahl zu.

So können Kinder z.B. in Rollenspielen oder aber auch im kreativen Bereich (Malen und Basteln) Erlebtes aufarbeiten.

Alleine oder in Begleitung anderer Kinder oder ErzieherInnen können sie sich mit einem Buch in einen ruhigeren Bereich des Raumes zurückziehen, leise Musik hören und entspannen.

Die Fingerfertigkeiten werden z.B. beim Kneten ebenso ausgebildet wie beim Fädeln und Stecken von Perlen.

Puzzle und Tischspiele verschiedener Art und Konstruktionsspiele in der Bauecke stehen für die Kinder bereit, sich mit geometrischen Formen auseinanderzusetzen, sie zu differenzieren und mit ihnen zu experimentieren. Durch die Auswahl an Materialien und die Gestaltung des Raumes wird das Kind über seine Sinne angesprochen, sich z. B. mit Mengen und Zahlen zu beschäftigen und sich somit spielerisch mathematische Kenntnisse anzueignen.

Die Kinder handeln im Freispiel selbstbestimmt, müssen jedoch auf die Bedürfnisse ihres Gegenübers einfühlsam reagieren und ihre Tätigkeiten auf die Möglichkeiten abstimmen.

Mit ihrem Gegenüber verhandeln sie demokratisch den Spielort, bzw. Spielmaterial, Inhalt und Verlauf des gemeinsamen Spiels.

Den Umgang mit Niederlagen erfahren die Kinder im Miteinander. Sie müssen bei auftretenden Problemen oder Konflikten untereinander Lösungswege finden lernen.

Das Freispiel erfordert eine selbstständige Planung und Durchführung der Handlungsschritte der Kinder. Diese werden alleine von den Kindern oder mit der ErzieherIn entwickelt und ausgebaut und im Tagesablauf unterstützend begleitet.

Angebote und Projekte

Wir unterscheiden gruppeninterne und gruppenübergreifende Angebote und Projekte. Gruppeninterne Angebote und Projekte behandeln Wünsche und Bedürfnisse der Gruppenmitglieder, sowie Abläufe und Feste im Jahreskreis.

Sie werden von Kindern und ErzieherInnen der jeweiligen Gruppe ausgewählt und innerhalb dieser Gruppe durchgeführt und reflektiert.

Gruppenübergreifende Angebote und Projekte erstrecken sich auf Kinder unterschiedlicher Gruppen oder der gesamten Einrichtung. Es bilden sich Kleingruppen von Kindern gleicher Interessengebiete oder Bedürfnisse, bzw. heterogener oder homogener Altersgruppen.

Themen aus den folgenden Bildungsbereichen stehen im Vordergrund:

  • Bewegungs- und Naturerfahrungen in Haus und Garten;

  • Wahrnehmung, Aufbau und Einüben sozialer Fähigkeiten;

  • Erlernen und Umsetzung lebenspraktischer Fertigkeiten;

  • Vermittlung von religiösen Werten und Normen und jahreszeitlichen Gegebenheiten;

  • Regel- und Geschicklichkeitsspiele sowie angeleitete Rollenspiele;

  • Geschichten erfahren, erzählen und darstellen;

  • Wahrnehmung von und Umgang mit verschiedenen Materialien und Elementen;

  • Wahrnehmung von und Umgang mit Mengen, Formen, Zahlen und Farben;

  • Wahrnehmung von und Umgang mit Musik (Instrumenten) und Sprache;

  • Wahrnehmung von und Umgang mit bildender und darstellender Kunst;

  • Wahrnehmung von und Umgang mit Medien;

  • Wahrnehmen und Einüben von bestimmten Formen des Zusammenlebens, die sich auch auf die Tischgemeinschaft, die Gesundheit und die Hygiene erstrecken;

Mit der Durchführung von Projektarbeit verknüpfen wir das Ziel, lernmethodische Kompetenzen zu erlangen. Somit legen wir eine gesunde Basis für das bewusste Wissen und die Entwicklung eigener Kompetenzen. Diese Fähig- und Fertigkeiten gilt es anzuwenden, zu beobachten, zu reflektieren, zu regulieren und auszubauen.

Morgenkreis

Gegen 9.00 Uhr beginnt der gemeinsame Morgenkreis. Dieser besteht aus verschiedenen Ritualen, (z.B. Begrüßung, Anzünden einer Kerze, Anfangslied, Zählen der Kinder)

Wir geben den Kindern zeitliche Orientierung durch die Bestimmung des Tages im Jahresablauf.

Die Kinder erzählen von Erlebnissen, äußern ihre Wünsche oder Kritik. Hierbei steht die Beachtung der kommunikativen Fähigkeiten im Vordergrund. Gemeinsam mit der ErzieherIn erörtern sie aktuelle Anlässe oder Themenwünsche. Sie erarbeiten ihr Gruppenthema durch eine ganzheitlich sinnorientierte Methodik; setzen zur Umsetzung Bücher, Figuren, Rollenspiele, Bilder, Lieder, Instrumente, Kreisspiele, Finger- und Bewegungsspiele ein.

Der Morgenkreis endet nach ca. einer halben Stunde. Er dient als Methode, dem Kind die Kompetenzen für das Handeln im sozialen Kontext innerhalb einer Großgruppe zu vermitteln. Hierbei stehen das Erlangen sozialer Kompetenzen, die Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenzen, sowie die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und der demokratischen Teilhabe im Vordergrund.

Forscherstunden

Die Kinder begeben sich neben ihrem Experimentieren und Erforschen im Alltag zusammen mit der ErzieherIn in Kleingruppen und erleben dort die Faszination Naturwissenschaft und Technik mit allen Sinnen. Gemeinsam erfahren sie durch die eigene Durchführung vielfältigster Experimente Gesetzmäßigkeiten aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Die Kinder sind am Aufbau von Experimenten beteiligt und überlegen anhand der Materialien, was erforscht werden soll, und wie die nächsten Schritte angegangen werden. Sie denken darüber nach, welche Reaktionen erfolgen und welche Ergebnisse erzielt werden können. Sie stellen Hypothesen auf, die sie durch die Ergebnisse ihres gezielten Forschens bekräftigen können oder widerlegen müssen. Sie erschließen sich ein Bild von den Phänomenen der Naturwissenschaften und lernen, ihre gewonnenen Erkenntnisse in die Bewältigung des Alltages umzusetzen.

Vorschultreff

In unserer Einrichtung treffen sich die im Folgejahr einzuschulenden Kinder einmal wöchentlich mit zwei ErzieherInnen, je nach Anzahl der Kinder in ein oder zwei Gruppen, zum Vorschultreff.

Die wichtigsten Ziele in diesem Treff sind für uns :

- das Erlernen, Erweitern und Festigen von Kommunikationsformen

- die Erweiterung und Festigung der Ich-Kompetenz, die Stärkung des Selbstbewusstseins

- die Schulung der Konfliktfähigkeit

Daneben stehen auch die Festigung der Sprachkompetenz, das selbstständige Erledigen von Arbeitsaufträgen, der Umgang mit Schulmaterialien und der sanfte Übergang in den Schulalltag (siehe Übergänge Kita-Schule) im Fokus.

In Form von verschiedenen Projekten, wie z.B. Kennenlernen und Zurechtfinden in der eigenen Stadt, Theater, Backen und Kochen, lernen die Kinder, sich mit den Gruppenmitgliedern konstruktiv auszutauschen, sich demokratisch abzustimmen, sich zu organisieren, gemeinsam zu lernen und zu einem Ziel zu kommen, über das sich am Ende jedes Kind freuen kann.

Des weiteren werden die Vorschulkinder noch intensiver an Planungen, Vorbereitungen und Durchführungen der Gottesdienste und Feste beteiligt.

Vier Waldwochen sind ein weiteres Angebot in der Vorschularbeit (siehe Waldwochen)

Das Kennenlernen von Arbeitsblättern und ein sorgsamer Umgang mit Arbeitsmaterialien gehören ebenso zum Vorschultreff.

Ausflüge, Verkehrserziehung, Kennenlernen und Besuche verschiedener Institutionen vervollständigen unser Angebot.

Bildungsbereich Musik

Das Singen von Liedern ist ein fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.

Schon im täglichen Morgenkreis werden Lieder, Sing- und Tanzspiele integriert.

So lernen die Kinder das Singen als eine Ausdrucksform von Gefühlen kennen und erweitern spielerisch ihre Sprachkompetenz.

Dabei werden auch, dem Ziel entsprechend, Musikinstrumente eingesetzt oder der eigene Körper als Instrument genutzt. Hierbei werden Takt und Rhythmusgefühl geschult und ausgeprägt.

In den wöchentlich stattfindenden Andachten werden viele Lieder aus dem evangelischen Gesangbuch, aber auch traditionelles Liedgut gesungen, um diesen Schatz für nachfolgende Generationen zu erhalten und poetische Texte kennen und verstehen zu lernen.

Vor Gottesdiensten mit der Gemeinde treffen wir uns regelmäßig mit allen Kindern der Einrichtung zum gemeinsamen Singen, hierbei wird entweder mit Gitarre, Klavier oder Orgel begleitet. Mit Kleingruppen werden zusätzlich Tänze einstudiert. So lernen die Kinder auf unterschiedliche Klänge von Melodien, bzw. Instrumenten zu hören und und diesen durch Bewegung Ausdruck zu verleihen.

Ca. einmal im Jahr werden Lieder und Tänze für den Seniorennachmittag der Gemeinde einstudiert.

Jeder Gruppe der Einrichtung steht des weiteren ein CD-Spieler zur Verfügung, um auch im Alltag Musik der unterschiedlichsten Art zu hören und sich eventuell dazu zu bewegen oder zur Ruhe zu kommen. Auch eine tragbare Mikrofonanlage lädt ein, mit der eigenen Stimme zu experimentieren, vor der Kleingruppe zu sprechen oder zu singen.

Bildnerische und darstellende Kunst im Alltag

Unsere Einrichtung bietet den Kindern vielfältige Möglichkeiten bildnerische und darstellende Kunst zu entdecken, zu erfahren und selbst auszuprobieren. Die verschiedenen Bereiche in jedem Gruppenraum laden dazu ein, sich in Rollen zu begeben, um so Erlebtes und Gelerntes zu verinnerlichen oder zu verarbeiten. So stehen Verkleidungsecken und Puppenecken oder Nischen zum Bauen von Höhlen oder Ähnlichem zur Verfügung.

Auch der Flur bietet sich zum Erproben von unbeobachtetem Rollenspiel für ältere Kinder an.

Bastel- und Malutensilien stehen in allen Gruppen bereit, so dass die Kinder jederzeit mit verschiedenen Materialien experimentieren und gestalten können.

Sie entdecken, wie Farben auf sie wirken, erproben verschiedene Techniken und lernen, mit welchen Methoden sie ihre eigenen Empfindungen darstellen können.

In der Vorschularbeit bieten Projekte mit Jeux Dramatiques (Theater ohne Worte) die Möglichkeit, sich in Rollen zu begeben und diese mit Bewegung und Ausdruck zu füllen, um sich so dem Gegenüber mitzuteilen. Sie lernen durch diese Herangehensweise empathisch miteinander umzugehen und den eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

In Rollen schlüpfen und u. a. spüren, wie sich wohl eine andere Person fühlen mag und wie dies auf einen selbst wirkt, erfahren sie im Theaterspiel. Dieses wird insbesondere im Bereich der Religionspädagogik angewandt und wird im Erproben der eigenen Ausdrucksfähigkeit vor anderen Menschen aufgeführt.

Natur-Erlebnis-Garten und Umwelterziehung

> Naturerfahrung, Umwelterziehung, Bewegung und Gesunde Ernährung (siehe Darstellung von Schwerpunkten der inhaltlichen Arbeit)

Waldwochen

Die Vorschulkinder treffen sich bis spätestens 8.00 Uhr (im Winter um 9.00 Uhr) in der Einrichtung. Sie bringen für den Waldtag einen Rucksack mit geeignetem Frühstück und eine Trinkflasche mit. Ihren Weg in den Wald legen die Vorschulkinder zu Fuß und mit dem Bus zurück. Auf dem Weg werden das Verhalten im Straßenverkehr geschult und schon erste naturkundliche Entdeckungen ausgetauscht. Auf dem Rödelberg befindet sich das Waldstück, das wir nutzen. Zu Beginn treffen wir uns im Wald am Lager, einem mit dicken Ästen gebauten Sitzkreis, um sich mit dem mitgebrachten Frühstück zu stärken. Am ersten Tag der Waldwoche werden anfangs die Regeln mit den Kindern erarbeitet, die im Laufe der Woche vertieft werden. Etwas abgelegen vom Lager befindet sich eine Stelle, an der die Kinder ihre Notdurft verrichten können. Bis kurz vor 11.00 Uhr eines jeden Waldtages erkunden die Kinder mit Anleitung der ErzieherInnen oder für sich in Kleingruppen das vorher bestimmte Waldareal.

Die mitgebrachten Materialien unterstützen die Kinder z.B. in der genauen Beobachtung, bzw. in der differenzierten Bestimmung von Fauna und Flora. Einheiten in Klein- und Gesamtgruppe, bzw. Waldspiele für die Sinne zu bestimmten Fachgebieten erweitern das Wissen im Umgang mit Pflanzen, Tieren und das Interesse, die Natur zu schützen und zu achten.

Die Kinder bewegen sich auf ihrer Entdeckungsreise im unwegsamen Gelände und schulen dadurch u. a. Gleichgewicht und Koordination. Sie bauen sich ganze Bewegungsparcours auf, die sie anschließend mit Freude durchlaufen und ihre Motorik weiterentwickeln. Vom Ehrgeiz gepackt, erhöhen sie mit Unterstützung der ErzieherInnen den Schwierigkeitsgrad stufenweise. Der Waldvormittag endet mit einer Zusammenkunft am Lager, bei der nochmals ein Austausch über das Erlebte stattfindet. Gegen 12 Uhr treffen wir wieder in der Einrichtung ein. Nach Absprache treffen wir uns auch mit dem Förster im Wald und begeben uns mit ihm auf Erkundungstour.

Bücherei

Unsere Bücherei findet alle zwei Wochen mittwochs statt. Zwei ehemalige Kolleginnen aus der Einrichtung und eine Mitarbeiterin der ev. Kinder- und Jugendbibliothek bringen ein wechselndes Sortiment an Bilderbüchern in den Kindergarten und verleihen diese für zwei Wochen an die Kindergartenkinder. In der Zeit von 8.00 Uhr bis 9.00 Uhr können die Kinder diese Möglichkeit wahrnehmen. Danach besuchen die Bücherei-Damen den Morgenkreis in den Gruppen und stellen ein Buch vor.

Das Ziel dieses Angebotes besteht unter anderem darin, dass die Kinder verschiedene Bücher kennenlernen und somit Literacy bezogene Kompetenzen erwerben. Das beinhaltet, das Interesse der Kinder rund um die Buch- und Schriftkultur zu wecken und dadurch das Textverständnis und die sprachliche Abstraktionsfähigkeit zu entwickeln.

Religiöse Bildung___________________________________________________

> siehe Darstellung von Schwerpunkten der inhaltlichen Arbeit

Sprachliche Bildung_________________________________________________

Die Sprachförderung und -entwicklung steht in allen unseren Bildungsangeboten im Vordergrund. Im Freispiel legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Verwendung von Bilderbüchern, die sich die Kinder entweder gemeinsam mit der ErzieherIn oder alleine mit SpielkameradInnen betrachten, darüber ins Gespräch kommen, Geschichten weiterentwickeln und „vorlesen“. Sprachspiele finden auch hier ihren Einsatz.

In Projekten und insbesondere im Morgenkreis üben sich die Kinder im freien Erzählen vor der Gruppe und im aktiven Zuhören. Wir setzen Bildergeschichten zu verschiedenen Bereichen ein. Die Kinder bearbeiten und begreifen Themen mit Hilfe von Liedern, Fingerspielen, Reimen oder rhythmischen Versen.

Sie lernen im Alltag ihre Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken und aufeinander folgende Abläufe verbal wiederzugeben.

Durch die Verwendung verschiedener Darstellungsformen erhalten sie eine Vorstellung zu unterschiedlichen Sprachstilen. Sie lernen den Gebrauch dieser einzuschätzen und dem richtigen Einsatzort zuzuordnen.

In der gemeinsamen Kommunikation erleben die Kinder Kulturen, Religionen und Sprachen anderer Länder. Sie lernen Unterschiede kennen und probieren sich darin aus.

Das Erkennen und den Umgang mit nonverbalen Ausdrucksformen erfahren sie im alltäglichen Sozialverhalten und üben dies in Rollen- und Theaterspielen.

Da Kommunikation unser Leben und Miteinander bestimmt, achten alle ErzieherInnen unter anderem auf eine richtige Satzstellung, die klare Aussprache und das Ausreden lassen.

Bei Sprachauffälligkeiten suchen wir Kontakt zu den Eltern und zeigen in einem persönlichen Gespräch Wege auf, wie sie diese überprüfen lassen können.

Um Sprachauffälligkeiten in der Kindertageseinrichtung besser differenzieren zu können und dem eventuellen Förderbedarf gerecht zu werden, stehen uns zur Umsetzung verschiedene Sprachspiele und Fachliteratur zur Verfügung.

Partizipation______________________________________________________

Partizipation heißt für uns, Kinder an Entscheidungen, die ihr eigenes Leben und das der Gemeinschaft betreffen, zu beteiligen und Lösungen für Probleme zu finden.

Dazu ist es wichtig, dass Kinder für sich erkennen, was sie wollen, dass sie ausdrücken, was sie bewegt und dass sie mit ihrem Kommunikationspartner eine konstruktive Entscheidung herbeiführen lernen.

Das demokratische Handeln findet sich bei uns in diversen Tätigkeiten und Abläufen wieder, die im Alltag fest verankert sind.

Im Morgenkreis äußern die Kinder ihre Anliegen und Bedürfnisse, die wir gemeinsam aufarbeiten. Themen werden eruiert, die den Tagesablauf festlegen, bzw. beeinflussen, passende Methoden zur Umsetzung gefunden.

Im Freispiel gehen die Kinder durch die angebotene Vielfalt ihren Bedürfnissen nach.

Meinungen treffen aufeinander, die ausgehalten, aber auch angeleitet diskutiert werden.

Es soll ein Grundverständnis eines Wir-Gefühles entstehen, wobei die sozialen Aspekte mit Respekt und Toleranz, aber auch gleichzeitig eine Rollenfindung, die einen politischen Rahmen mit einbezieht, im Vordergrund stehen.

Inklusion und Integration____________________________________________

Kinder in unserer Einrichtung sollen die Erfahrung machen, dass sie bejaht, erwünscht und angenommen sind und sie ihre eigenen Kompetenzen und Fertigkeiten entdecken und ausbilden können. Dies gilt uneingeschränkt für alle Kinder, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, kultureller Herkunft sowie den geistigen und körperlichen Gegebenheiten. Insbesondere Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, von Behinderung bedrohte Kinder und Kinder mit Behinderung sollen diese Erfahrungen wohnortnah und in ihrer natürlichen Altersgruppe machen können. Individuelle Angebote und Hilfen werden ihnen hier zuteil, um ihre Entwicklung zu fördern und ihre Ausgrenzung zu verhindern.

Es ist uns wichtig, diese Kinder nicht bei ihren Defiziten zu behaften, sondern sie mit ihren Stärken wahrzunehmen und sie darin zu fördern.

Große Unterstützung erfahren wir als ErzieherInnen zusammen mit dem Kind und dessen Angehörigen in der engen Zusammenarbeit mit pädagogischen Frühförderstellen. MitarbeiterInnen dieser Institutionen besuchen unsere Einrichtung und arbeiten mit den zu fördernden Kindern. Es findet ein ständiger Austausch zwischen den ErzieherInnen und den Erziehungsberechtigten statt; nach Bedarf werden auch TherapeutInnen und ÄrztInnen hinzugezogen.

Sofern sich Eltern und ErzieherInnen darauf verständigt haben, dass für die Entwicklung des Kindes eine solche besondere Förderung erforderlich ist, stellen sie gemeinsam mit der Leitung der Einrichtung sowie dem Träger einen Antrag auf „Einzelintegration“.

Die Bewilligung wird erteilt, wenn der Kinder- und Jugendarzt des Gesundheitsamtes der Maßnahme zustimmt und die Voraussetzung in der Tageseinrichtung (Gruppenstärke und Fachpersonal) gegeben ist.

Leider können aufgrund der Bauweise der Tageseinrichtung derzeit keine Kinder aufgenommen werden, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

Die Möglichkeit der Barrierefreiheit für die Gruppenräume im Erdgeschoss sind Teil der Sanierungsplanung.

Zu einer bewussten evangelischen Arbeit gehört für uns auch die Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Religionen. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die multikulturelle und -religiöse Bevölkerungsstruktur im Rhein-Main-Gebiet, die sich auch in Langenselbold niederschlägt, nehmen wir in unserer Einrichtung auch Kinder auf, die anderen Kulturen entstammen und / oder einer anderen als der christlichen Religion angehören.

Wir sehen hier für alle Beteiligten (Team der Kindertagesstätte, Kinder und ihre Angehörigen) eine gute Möglichkeit, miteinander und voneinander zu lernen – im Erleben von unterschiedlichen Sprachen, religiösen Ausdrucksweisen, Traditionen und Wertsetzungen.

Dies thematisieren wir anhand von bestimmten Situationen, die sich im Zusammenleben innerhalb der Einrichtung ergeben.

Wir gehen davon aus, dass das so erworbene „Wissen“ gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung fördert und so im Rahmen unserer Möglichkeiten zur Verständigung zwischen den Völkern und den Religionen beiträgt.

Als eine ausdrücklich evangelisch-christliche Einrichtung kommt uns hier bei der Gestaltung der gemeinsamen Feiern und Mahlzeiten eine besondere Verantwortung zu.

Die Anmelde- und Aufnahmegespräche führen wir an dieser Stelle mit besonderer Aufmerksamkeit und machen deutlich, welche Möglichkeiten und auch Grenzen unsere evangelische Tageseinrichtung für Kinder und ihre Angehörigen in Fragen der religiösen Bildung und Erziehung bietet.

Gemeinsam mit den Eltern erörtern wir, wie unsere christliche Bildung mit den religiösen Ritualen der Familie vereinbar ist. Wir stellen dar, dass wir Andachten gemeinsam feiern, gleich welcher Glaubenszugehörigkeit. Gewohnte Rituale z. B. beim Beten in den Familien werden nicht in Frage gestellt oder verändert, sondern die Vielfalt der einzelnen Kulturen, zu Gott zu sprechen, erlebt und gelebt.

Ebenso berücksichtigen wir, wenn Kinder aufgrund ihrer Religion oder gesundheitlicher Aspekte verschiedene Nahrungsmittel nicht zu sich nehmen dürfen. Zusammen mit den Eltern finden wir eine adäquate Lösung.

Beobachtung und Dokumentation_____________________________________

Für unsere pädagogische Arbeit ist die gezielte Beobachtung und Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern eine wesentliche Grundlage.

Dabei steht für uns im Vordergrund die Beobachtung immer individuell und mit Hilfe des Beobachtungsbogens zu dokumentieren.

Uns stehen verschiedene Formen der Beobachtung zur Verfügung. Dazu gehören die spontane, bzw. gezielte Beobachtung , die teilnehmende und nicht teilnehmende Beobachtung, die in Groß- und Kleingruppen und in Einzelbeobachtungen angewendet werden.

Beobachtungen finden im Gruppenalltag permanent statt und werden im Gruppen- und/oder Gesamtteam und gegebenenfalls in einer Fall-Supervision mit einer Fachberatung reflektiert.

Stellen wir einen Förderbedarf fest, so erarbeiten wir im Team, mit den Eltern des Kindes und in interdisziplinären Teams Förderpläne zur Umsetzung der aufgestellten Ziele.

Eine weitere Form der Dokumentation ist das Portfolio, in dem gemeinsam mit dem Kind seine Entwicklungsphasen aus den verschiedenen Bereichen und Erinnerungen an die Kita-Zeit durch Zeichnungen, Fotos und Bildergeschichten dargestellt werden.

3. Pädagogischer Alltag

3.1 TAGESABLAUF

Der Tagesablauf ist wie folgt gegliedert:

Zeiten

Abläufe der Aktivitäten

7.00 Uhr bis 9.00 Uhr

Bringzeit/Öffnung der Gruppen /Freispiel

8.00 Uhr bis 9.30 Uhr

Freies Frühstück/Gemeinsames Frühstück in den Gruppen

9.30 Uhr bis 10.00 Uhr

Morgenkreis in den jeweiligen Gruppen

10.00 Uhr bis 12.30 Uhr

Angebote, Projektarbeit in der jeweiligen Gruppe, gruppenübergreifende Angebote, Freispiel

12.00 Uhr bis 12.30 Uhr

Abholen der Regelkinder

12.30 Uhr bis 13.00 Uhr

Mittagessen

13.00 Uhr bis 14.30 Uhr

Schlaf- und Ruhezeit, je nach Bedürfnis des Kindes

13.00 Uhr bis 14.30 Uhr

Freispielphase der Kinder, die nicht schlafen

14.00 Uhr

Abholen der Kinder mit einem erweiterten Regelplatz

14.30 Uhr

Nachmittagssnackzeit für die Ganztagskinder

15.00 Uhr bis 16.30 Uhr

Spiel am Bedürfnis der Kinder orientiert, Abholen der Ganztagskinder

3.2 UNTERNEHMUNGEN UND EXKURSIONEN

Unternehmungen und Exkursionen helfen dem Kind lebenspraktische Fähigkeiten zu erwerben und auszubauen. Eine Auseinandersetzung mit konkreten Alltagstätigkeiten soll das Kind befähigen, Normen und Wertvorstellungen kennen zu lernen und kritisch zu hinterfragen.

Aus diesem Grund legen wir in unserer pädagogischen Arbeit Wert darauf, dass die Kinder gemeinsam mit uns ihren Lebensraum durch gezielte und regelmäßige Besuche der umliegenden Geschäfte, Spielplätze und des Wochenmarktes, sowie Ausflüge in die Natur entdecken und kennen lernen. Besuche bei Polizei, Feuerwehr und anderen Institutionen geben den Kindern Eindrücke in die Infrastruktur ihres Wohnortes. Mit jeder Exkursion, die wir mit den Kindern durchführen, legen wir neue Bausteine für das richtige Verhalten im Straßenverkehr.

3.3 FESTE UND FEIERN

Wir feiern Feste im Jahreskreis, um christliche und humanistische Traditionen und Rituale zu erhalten und Kindern die Entstehung und Inhalte der Feste näher zu bringen.

Dabei vermitteln wir Werte und Normen, die von Achtung und Wertschätzung gegenüber dem Menschen mit seinen verschiedenen kulturellen Hintergründen und der Natur geprägt sind. Zu unseren Festen gehören: Geburtstage, wöchentliche Andachten, ca. drei bis vier Gottesdienste im Jahr zu verschiedenen Anlässen in der Kirche oder im Natur-Erlebnis-Garten, jahreszeitliche Feste, St. Martin-Feier, Bastelnachmittage und Kennenlern-Nachmittage.

3.4 DARSTELLUNG VON ZWEI SCHWERPUNKTEN DER INHALTLICHEN ARBEIT

a) Religiöse Bildung und Religionspädagogische Orientierung

Religiöse Bildung

Der Hessische Erziehungs- und Bildungsplan stellt das Recht auf religiöse Bildung fest.3 Hier sehen wir unsere evangelisch-christliche Tradition angesprochen, die seit der Reformation einen religiösen und allgemeinen Bildungsanspruch erhebt.

Kinder entdecken, erforschen und gestalten ihre Welt. „Sie haben Lust am Malen, Singen, Bauen und stellen gleichsam philosophische und theologische Fragen. Sie fragen direkt und indirekt nach dem Anfang und Ende der Welt, sie fragen nach dem, was jenseits der Todesgrenze ist, und sie bilden erste Orientierungen aus, die ihr Handeln leiten. Dadurch gewinnen Kinder ein erstes grundlegendes Verständnis der Wirklichkeit, in der sie leben.“4

Dabei wollen wir die uns anvertrauten Kinder begleiten und ihnen Hilfe und Orientierung bieten, in dem wir sie und ihre Angehörigen

  • in ihrer je eigenen Individualität wahrnehmen und ernst nehmen,

  • ihnen mit Vertrauen, Bereitschaft zur Versöhnung und Gemeinschaft begegnen.

  • ihnen ermöglichen, gemeinsam mit uns, evangelisch-christliche Werte und Verhaltensweisen einzuüben und zu erfahren.

Dabei wissen wir uns von der all umfassenden Liebe Gottes getragen.

In der religiösen Bildung und Erziehung greifen wir des Weiteren in Andachten und Kindergottesdiensten auf die biblischen Geschichten des Alten Testaments und des Neuen Testaments gleichermaßen zurück und orientieren uns in kreativen Angeboten und Projekten auch an den großen Festen im Kirchenjahr.

In unserer Einrichtung feiern wir mit den Kindern wöchentlich eine Andacht. In regelmäßigen Abständen feiern wir unsere Andachten und Gottesdienste an einem besonderen Ort: in unserer evangelischen Kirche.

In der Vorbereitung und Durchführung lassen wir uns jeweils von einem Pfarrer oder einer Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde beraten und unterstützen.

Das einfache und altersgerechte Erzählen der biblischen Geschichten in diesem Rahmen und ihre kreative Bearbeitung (handwerklich, dramaturgisch, kognitiv) soll es den Kindern ermöglichen, Lebenssituationen kennen zu lernen oder wieder zu erkennen, sich mit einzelnen „Figuren“ zu identifizieren und von (neuen) Verhaltensweisen zu hören und sie ggf. selbst auszuprobieren.

Kindergottesdienst und Andachten sehen wir als gute Möglichkeit, in Ritualen, Liedern und Gebeten Gefühle wie Angst, Traurigkeit, Freude und Dank auszudrücken.

Unter diesen Voraussetzungen möchten wir als Team der Tageseinrichtung (ErzieherInnen und HauswirtschafterInnen) arbeiten und dazu beitragen, dass Kinder

  • die zentrale Botschaft des Evangeliums erfahren können: nämlich bejaht, erwünscht und angenommen zu sein;

  • eigene und sichere Schritte ins Leben gehen und eigene Handlungsorientierungen ausbilden können;

  • freudig und dankbar erleben können, was Gottes Schöpfung für sie bereit hält.

Religionspädagogische Orientierung

In unserer evangelischen Tageseinrichtung für Kinder hat die Erschließung von biblischen Geschichten in einer methodischen Vielfalt einen hohen Stellenwert.

Unser Ziel ist es, dass Kinder mit Bibeltexten aus dem Alten und Neuen Testament vertraut werden, um sich mit Rollen zu identifizieren und die gemachten Erfahrungen als Lebenshilfe zu nutzen. Viele Ereignisse in biblischen Erzählungen können auf die heutige Zeit übertragen werden und bieten uns Lösungsmöglichkeiten zur Bewältigung unseres Alltags an. Im Spielen der Geschichten erleben die Kinder die einzelnen Charaktere sehr intensiv und erweitern somit ihr Einfühlungsvermögen enorm. In Verbindung mit dem Einüben von gemeinsamen Ritualen, wie beten, singen, danken, das Kirchenjahr erleben, bieten wir den Kindern eine Vielfalt aus unserem christlichen Glauben an. So erleben wir gemeinsam die wiederkehrenden Feste im Kirchenjahr und legen mit Projekten und Themen immer andere Schwerpunkte, so dass jedes Ereignis seine eigene Wichtigkeit erfährt. Wir helfen ihnen somit dabei, eine eigene christliche Grundhaltung zu entwickeln und dadurch Geborgenheit und Sicherheit im eigenen Tun zu entfalten.

Die Kinder erleben bei uns eine Vernetzung mit der Ev. Kirchengemeinde durch die enge Zusammenarbeit mit dem Pfarrkollegium und durch die Miteinbeziehung von Gemeindegliedern in unsere Arbeit. Sie erfahren dadurch Begegnungen und Hilfsbereitschaft untereinander und fühlen sich als Teil einer großen Gemeinschaft.

Im gemeinsamen Feiern von Gottesdiensten und Andachten in der Kirche und in der evangelischen Tageseinrichtung für Kinder kommt dieser Aspekt nochmals zum Tragen. Gottesdienste zu Beginn des Kindergartenjahres und zur Verabschiedung der Vorschulkinder nehmen wir bewusst zum Anlass, die Familien willkommen zu heißen und am Ende der Kindergartenzeit zu verabschieden, um sie wissen zu lassen, dass sie ein Teil von uns sind.

Auch werden Taufgottesdienste oder Gottesdienste zu anderen Anlässen, wie Ostern, Erntedank, usw. in den Jahresablauf integriert. Zu Beginn des Jahres wird gemeinsam mit dem Pfarrer/ der Pfarrerin entschieden, welche und wie viele Gottesdienste gefeiert werden und welche im Rahmen eines Hauptgottesdienst (So, 10.00 Uhr) stattfinden.

In der Gemeinschaft Gott zu danken und Symbole des Glaubens für sich zu entdecken schafft eine gewisse Spiritualität und gibt Halt. Es werden Fragen von Kindern und Erwachsenen aufgeworfen, die zum Nachdenken und zum Austausch anregen und oftmals neue Perspektiven eröffnen. Ein wichtiges Ziel ist es, dass die Kinder für sich einen Platz im Alltag finden, an dem sie Gott auf ihre ganz persönliche Art begegnen können und einen nach ihren Bedürfnissen ausgerichteten Zugang zur Religiösität erlangen. Besonders den Kirchenraum sollen die Kinder als vertrauten Ort für sich wahrnehmen, um dort auch Ruhe und Kraft zu tanken. Auch in den mit den Kindern gestalteten Räumen unserer Einrichtung finden Kinder Symbole unseres Glaubens, die sie aus der Kirche kennen. Diese animieren die Kinder sie mit allen Sinnen zu erfahren, entweder alleine oder in der Gemeinschaft.

Auch in unserem Natur-Erlebnis-Garten gibt es Orte, die dazu einladen ruhig zu werden, aber auch mit Lust und Freude in die Vielfalt unserer Schöpfung einzutauchen. In einer Oase inmitten der Stadt haben die Kinder die Chance mit der Natur aufzuwachsen und sie mit allen Sinnen kennenzulernen und zu erleben. Das Leben im Einklang mit Umwelt und Natur wird hier als Selbstverständlichkeit gelebt und die Achtung vor der Schöpfung verinnerlicht.

b) Natur-Erlebnis-Garten und Umwelterziehung

Im Jahr 2009 entwickelten Träger, Mitarbeitende, Kinder und Eltern mit einer Ingenieurin für Umweltschutz ein Konzept, die vorhandene Spielfläche im Garten naturnah umzugestalten.

Die Ideen der Kinder wurden mittels gebauten Modellkästen in den Plan mit aufgenommen und so ein Außengelände konstruiert, das alle Komponenten zur naturnahen Erziehung beinhaltet. Alle gepflanzten Sträucher, Obst- und Gemüsepflanzen und Blumen sind aus biologischem Anbau.

Das bietet der Garten:

- eine große Sandfläche, eingerahmt mit verschiedenen großen Steinen, Stämmen und einer selbst gestalteten Schlange als Umrandung

- eine Wasserpumpe mit Wasserlauf innerhalb der Sandfläche

- ein großes Spielgerüst mit Brücken und Rutschbahn

- eine Holz-Seil-Kletterlandschaft

- ein Baumhaus

- eine Tunnelröhre, eingefasst mit Mosaik-Figuren

- einen bewachsenen Berg über der Tunnelröhre

- ein Weidentipi mit Zaun

- einen Weg für Fahrzeuge rund um das Gelände

- eine kleine Wiese mit Apfelbaum

- eine Beeren-Naschecke

- ein Kräuter- und Gemüsebeet

- ein Wildbienenhaus

und nicht zuletzt die große alte Eiche.

Im Frühjahr und im Herbst wird ein Pflegetag bestimmt, an dem der Garten gemeinsam mit Kindern, Eltern und der Gartenbau-Ingenieurin fachgerecht gepflegt wird.

Wie nutzen wir unseren Natur-Erlebnis-Garten:

Der Garten wird von den Gruppen zu verschiedensten Zeiten und Zwecken genutzt:

Ganz gleich, ob er schon z. B. von einer Kleingruppe zur Morgengymnastik genutzt wird oder nach dem Frühstück zur Naturerfahrung und zur motorischen Schulung der gesamten Gruppe dient:

Naturerfahrung und Umwelterziehung

Die Kinder erleben die verschiedenen Jahreszeiten in der Natur am Leben von Flora und Fauna mit allen Sinnen. Kinder beobachten Bewohner in unserem Garten und lernen die Tiere über ihre verschiedenen Verhaltens- und Lebensweisen kennen. Wir gehen achtungsvoll mit Tieren und Pflanzen um und erleben die Vielfalt der einheimischen Pflanzen mit ihren Entwicklungsstadien in den unterschiedlichen Witterungsbedingungen der Jahreszyklen.

Die Kinder erfahren hautnah das Entstehen und Vergehen von Leben im Kreislauf der Natur.

Besonders als konfessionelle Einrichtung liegt uns die Erhaltung und Wertschätzung der Schöpfung am Herzen.

Uns ist es ein Grundbedürfnis, den Kindern diese Haltung zu vermitteln und zu intensivieren.

Wir leben diese Haltung in allen Bereichen unseres Alltages vor, indem wir nicht nur im Garten oder im Wald Tiere und Pflanzen als vollwertiges Ganzes ansehen, sie respektieren und ihren Lebensraum schützen, sondern z.B. auch verirrte Tiere vorsichtig in die Freiheit entlassen oder sorgsam die Fische im Aquarium oder die Zimmerpflanzen in der Einrichtung pflegen.

Diese Wertschätzung hilft den Kindern, sensibel für diesen Bereich zu werden und so auch ein Grundwissen zu erhalten, um später ressourcenschonend leben zu können.

Sie lernen das Leben als Komplex kennen und verstehen, dass wir auf die Natur angewiesen sind.

Die Umwelterziehung schließt natürlich auch den wertschätzenden Umgang mit unseren Nahrungsmitteln und den bewussten Umgang mit Rohstoffen ein. In kleinen Schritten lernen die Kinder, mit Unterstützung der ErzieherInnen beim gemeinsamen Frühstück oder auch beim Mittagessen die Speisen als wertvolles Gut zu erkennen. Sie üben sich, die Menge auf ihrem Teller dem Hungergefühl entsprechend einschätzen zu lernen, um so am Ende möglichst nichts wegwerfen zu müssen. Wir achten von Anfang an auf das Erlernen der Mülltrennung und vermitteln in Projekten, wie das Recyclen funktioniert.

Grundsteine für ein ökologisches Verständnis und im Weiteren für einen aktiven Umweltschutz werden gelegt.

Bewegung

Unser Garten ist durch die verschiedenen Spielgeräte so angelegt, dass er einen sehr hohen Aufforderungscharakter für die Kinder hat. Sie schulen sich somit in ihrer Fein-und Grobmotorik, bzw. in Koordination und Gleichgewicht in den unterschiedlichsten Bewegungsabläufen und entwickeln diese Fähigkeiten weiter. Die ErzieherInnen dienen hierbei als Beobachtende, Anleitende und unterstützende Personen.

Der Garten bietet ein Paradies für die Vielfalt an Rollenspielen der Kinder. Zur Ausstattung dienen den Kindern mobile Naturmaterialien. Nach Bedarf holen sie sich kleine Spielgeräte, Sandspielsachen und Fahrzeuge dazu.

Gesunde Ernährung

Kinder pflanzen mit den ErzieherInnen verschiedene Kräuter und Gemüsepflanzen an, pflegen diese in der Wachstumszeit, um sie dann zu ernten und in Speisen zu verarbeiten.

Kräuter, Gemüse und Obst werden in der Küche zu Kräuterquark, Kompott oder Marmelade verarbeitet.

Aus Pfefferminze oder Zitronenmelisse werden saisonbedingt leckere Tees, die zum zuckerfreien Frühstücksangebot gereicht werden.

Das Frühstück besteht täglich aus Obst- und Gemüsesorten und variiert zwischen verschiedenen Brotsorten, Wurst und Käse, Müsli und Joghurt. Als Getränke werden den Kindern Tee, Wasser und Milch angeboten. Bei der Frühstücksauswahl liegen uns vor allem Bioprodukte am Herzen, die dem Budget entsprechend eingekauft werden.

Das gesunde Frühstück wird durch ein ausgewogenes Mittagessen ergänzt, das von unserer Köchin täglich frisch zubereitet wird. Auch nutzt sie jede Gelegenheit, ihre Speisen mit Kräutern aus dem Garten zu verfeinern.

3.5 ÜBERGÄNGE

Von der Krippe in den Kindergarten____________________________________

Wir werden ein Leben lang mit Übergängen konfrontiert. Unsere Aufgabe besteht darin, die mit dem Übergang verbundenen Gefühle der Kinder und Eltern wahrzunehmen und gemeinsam mit ihnen einen souveränen Umgang zu gestalten. Transitionen, die wir gemeinsamen mit den Kindern erleben, sind Übergänge zwischen Elternhaus, Tagespflege, Krippe und Kita und ebenso zwischen Kita und Schule/Hort.

Für den Übergang zwischen Krippe und Kita haben wir einen 8-Wochen-Zeitplan interdisziplinär erarbeitet:

1. Woche: Übergabebogen wird von der Krippe ausgefüllt und der Kita zugesendet

Kita teilt die Kinder den einzelnen aufnehmenden Gruppen zu

2. Woche: neue Erzieherin aus Kita erhält den Übergabebogen und vereinbart telefonisch einen Hospitationstermin mit der Krippenerzieherin

3.-4. Woche: Hospitation der Krippenerzieherin mit Kind und FreundInnen in der Kita

5.-6. Woche: Hospitation der Kita-Erzieherin in der Krippe

7. Woche: Ausweichtermine oder evtl. Wiederholung für Hospitationen

8. Woche: Abschied in der Krippe und Eingewöhnung in der Kita

Von dem Kindergarten in die Schule ___________________________________

Mit dem Besuch der Kindertagesstätte beginnt die Vorschulerziehung. Die für die Schulreife notwendigen Kompetenzen gewinnen im alltäglichen und ganzheitlichen Zusammenleben und Lernen mehr und mehr an Bedeutung. Fertigkeiten und Fähigkeiten ergeben sich aus Erfahrungen und angebotenen Übungsmöglichkeiten im Elternhaus und auch in der Kindertagesstätte.

Im letzten Jahr vor der Einschulung findet einmal wöchentlich unser „Vorschultreff“ statt. In Kleingruppen arbeiten wir in der altershomogenen Gruppe an verschiedenen Themen.

Didaktische Arbeiten sowie bedürfnisorientierte Spiele stellen die Methodik dar, die Kinder langsam und gezielt an die Schule zu gewöhnen. Bestimmte Aktionen, wie „Schnuppertage“, an denen die Vorschulkinder den Alltag direkt vor Ort in der Schule kennenlernen dürfen, wie gemeinsame Wanderungen in der Stadt, um die Grundstruktur der Gemeinde zu erfahren sowie eine sichere Verkehrserziehung zu gewährleisten, werden durchgeführt.

Kinder mit einem sprachlichen Förderbedarf besuchen den Vorlaufkurs, der von der Schule organisiert und durchgeführt wird.

Im Rahmen der Vorschulerziehung und zur Gestaltung des Übergangs in die Grundschule streben wir eine enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen vor Ort an.

Eine stete Kooperation mit den Grundschulen ist von großer Bedeutung, um den Kindern einen zufriedenen Abschluss in der Kindertagesstätte und einen sanften Übergang in die Schule zu ermöglichen. Daher treffen sich sowohl die LeiterInnen aller Kindertageseinrichtungen, Horte und Schulen Langenselbolds, als auch die ErzieherInnen und LehrerInnen der Einrichtungen ca. drei bis viermal im Jahr in kleinen Arbeitsgruppen, um an den Übergängen konzeptionell zu arbeiten.

4. Zusammenarbeit

4.1 BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFT

Elternarbeit ist ein notwendiger und wünschenswerter Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Sie beginnt bereits bei der Anmeldung des Kindes in unserer Einrichtung und zielt auf eine Gemeinschaft, die dazu einlädt, sich im positiven Sinne zu begegnen, auszutauschen und auch Hilfe anzubieten. Dies unterstreicht unser Hauptanliegen, nämlich die Erziehung der Kinder im christlichen Sinne und die Vermittlung christlicher Werte.

Unser Ziel ist es, mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft zu entwickeln, um mit allen am Erziehungsprozess beteiligten Personen zum Wohle des Kindes zu handeln.

Durch verschiedene Gesprächsformen (Tür- und Angelgespräche, Erstgespräche, Entwicklungsgespräche, Reflexionsgespräche) findet ein regelmäßiger Austausch von Mitarbeitern und Eltern über das Kind statt.

In diesen Gesprächen, aber auch durch themenbezogene Elternabende unterstützen wir die Erziehungskompetenzen der Eltern.

Mittels Aushängen, Elternbriefen, Infotafel werden die Eltern über Abläufe der Einrichtung informiert. Die Eltern haben verschiedene Möglichkeiten, um sich an Entscheidungsprozessen der Einrichtung zu beteiligen:

Pro Gruppe werden zwei Elternbeiräte von den Eltern gewählt, die sich zu einem Gesamt-Elternbeirat konstituieren (siehe Elternbeiratsordnung). In regelmäßig stattfindenden Sitzungen mit der Leitung und dem Träger bringt der Elternbeirat Anliegen, Bedürfnisse und Ideen der Elternschaft in die Arbeit der Einrichtung ein.

Zudem organisiert der Elternbeirat Aktivitäten, wie Marktstände, Ausflüge der gesamten Einrichtung mit Eltern und Angehörigen, Feste und Spendenaktionen.

Bei Aktionen rund um die Kindertagesstätte, wie Errichtung, Pflege und Instandhaltung des Natur-Gartens planen und gestalten sie mit.

In der QM-Steuerungsgruppe werden wir durch einen VertreterIn des Elternbeirates unterstützt und beraten.

Die Eltern haben ca. einmal im Jahr die Möglichkeit, sich an einer Elternbefragung mit einrichtungsspezifischen Themen zu beteiligen.

Eltern können jederzeit Kritik, Beschwerden oder Verbesserungsvorschläge äußern. Wir bearbeiten diese zeitnah und geben den Eltern entsprechend Rückmeldung. (siehe Beschwerdemanagement).

4.2 KOOPERATION MIT SCHULEN

Die Zusammenarbeit mit den Schulen fördert einen reibungsfreien Ablauf zwischen den pädagogischen Ansichten der Kindertagesstätten und den Schulen.

In Arbeitsgruppen, in denen sich alle Grundschulen, Horte und Kindertageseinrichtungen zusammenfinden, werden gemeinsame Umgangsweisen für die verschiedenen Übergänge konzeptionell erarbeitet. Der Austausch über Lernmethoden und zu erreichende Kompetenzen aus den verschiedenen Entwicklungsbereichen spielen bei diesen Treffen inhaltlich eine große Rolle. Eine Arbeitsgruppe besteht aus einem Lehrer pro Schule und aus ca. ein bis zwei ErzieherInnen pro Einrichtung.

Elternabende in der Klosterberghalle und der Kindertagesstätte für die Eltern der Vorschulkinder werden gemeinsam geplant und durchgeführt.

4.3 ZUSAMMENARBEIT MIT ANDEREN INSTITUTIONEN

Zum Wohle des Kindes und der Einrichtung ist es unabdingbar, ein soziales Netzwerk zwischen Kita und anderen Institutionen zu knüpfen und zu pflegen. Die intensive Auseinandersetzung und der Austausch mit diesen Stellen führt zu einer Kompetenzerweiterung aller Beteiligten.

  • Ein wichtiges Glied im Netzwerk bildet die Evangelische Kirchengemeinde, mit der wir regelmäßig durch Gottesdienste, Bücherei, Feste, Mitwirkung an Seniorennachmittagen, Gemeindebrief oder verschiedene Gremien in Kontakt treten.

  • Bei Auffälligkeiten von Kindern oder Fragestellungen unsererseits treten wir mit den Frühförderstellen Gelnhausen und Hanau, LogopädInnen, ErgotherapeutInnen, KinderärztInnen und SupervisorInnen in Kontakt. Gegebenenfalls finden daraufhin Besuche, bzw. interdisziplinäre Gespräche mit allen Beteiligten statt.

  • Des weiteren pflegen wir Kontakte zu Jugendamt, Gesundheitsamt, Jugendzahnpflege und Beratungsstelle des MKK

  • Unterstützung bei besonderen Projekten erhalten wir z.B. von der Feuerwehr, der Verkehrsschule des MKK und von ortsansässigen Geschäften.

  • Im Kirchenkreis Hanau finden Sitzungen der Leitungen statt, die von einer Fachberatung des Verbandes der evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder geleitet werden.

  • Im Zuge des HBEP treffen sich Leitungen und MitarbeiterInnen zu regelmäßigen Sitzungen, Fortbildungen und Fachtagen mit den ortsansässigen Kitas, Tagespflegeeltern und Schulen.

  • Wir arbeiten mit Ausbildungsstätten und Schulen unserer PraktikantInnen zusammen.

4.4. ZUSAMMENARBEIT IM TEAM

Gute Teamarbeit hat bei uns einen hohen Stellenwert, da sie die Basis der gesamten Arbeit in der Einrichtung bildet. Unser Team besteht aus MitarbeiterInnen unterschiedlicher und individueller „Herkunft“ in Bezug auf Biographie und Erfahrungshorizont. Deshalb ist es uns wichtig, uns mit Offenheit und Kooperationsbereitschaft zu begegnen. Denn nur so kann ein Miteinander entstehen, in dem a) jeder einzelne MitarbeiterIn in seiner/ihrer Individualität wahrgenommen und ernst genommen wird und dadurch b) die unterschiedlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten zum Einsatz kommen, um gemeinsam das nahezu Beste für die Kinder zu erreichen.

"Wir als Kindertageseinrichtung haben einen familienergänzenden Bildungs-, Erziehungs-, und Betreuungsauftrag. Durch Bildungs- und Erziehungsangebote wird die Gesamtentwicklung der Kinder altersgerecht und entwicklungsspezifisch angeregt und gefördert."

(siehe hess. Bildungs- und Erziehungsplan / Quellenangabe!)

Um der Aufgabe gerecht zu werden, müssen wir unsere pädagogische Arbeit sorgfältig organisieren und planen. Dies geschieht vor allem in regelmäßigen Dienstbesprechungen, die dreimal monatlich außerhalb der Öffnungszeiten stattfinden. Hier führen wir ebenso Fallbesprechungen durch und stehen uns beratend zur Seite. Im Einzelfall ziehen wir eine interdisziplinäre Fachkraft hinzu. Weiterhin planen wir in dieser gemeinsamen Team-Zeit u. a. Projekte, bereiten anstehende Feste und Gottesdienste vor und reflektieren Erlebtes. Konzeptionelle Erarbeitungen und die Aktualisierung des QM-Handbuches werden in regelmäßigen Abständen in die Dienstbesprechungszeit eingefügt. Sie finden aber ebenso in der fünftägigen Herbstfortbildungswoche des gesamten Teams ihren Platz.

Darüber hinaus treffen sich die jeweiligen GruppenerzieherInnen für eineinhalb Stunden in der Woche, planen situationsorientiert, dokumentieren Beobachtungen und bereiten Entwicklungsgespräche vor. Einmal im Monat findet diese Form der Gruppenbesprechungen am Nachmittag anstelle der Dienstbesprechung statt.

Gruppenübergreifende Planungsgespräche werden nach Bedarf und vorheriger Absprache in den Ablauf eingefügt.

Einträge in den gemeinsamen Wochenplan, die Fürsorge der Informationsübermittlung an die KollegInnen, die eigene Pflicht, Auskünfte einzuholen und nicht zuletzt ein täglicher kurzer Austausch zwischen den Teammitgliedern über aktuelle Anlässe ermöglichen uns, einen reibungslosen Tagesablauf herzustellen.

4.5 ZUSAMMENARBEIT MIT DEM TRÄGER

Die Evangelische Kirchengemeinde in Langenselbold hat sich zum Anliegen gemacht, für viele Menschen offen zu sein und sie in Lebens- und Glaubensfragen zu unterstützen. So ist unsere Tageseinrichtung für Kinder ein integraler Bestandteil kirchengemeindlicher Arbeit. Für unsere oben erläuterte Arbeit schafft der Träger die finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen. In regelmäßigen Dienstbesprechungen zwischen dem/der Geschäftsführer/in des Kirchenvorstandes und der Leitung der Einrichtung werden diese Belange und Fragen der pädagogischen Arbeit erörtert. Sodann unterhält der Kirchenvorstand einen Ausschuss „Kinder und Jugend“, in dessen Sitzungen Angelegenheiten der Tageseinrichtung intensiv beraten und für Entscheidungen des Kirchenvorstandes vorbereitet werden. Der Träger nimmt an Elternbeiratssitzungen mit beratender Stimme teil, wie dies in der entsprechenden Ordnung vorgesehen ist.

4.6. ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Um unsere pädagogische und religiöse Arbeit in unserer Einrichtung bekannt zu machen und wettbewerbsfähig zu bleiben, betreiben wir verschiedene Arten von Öffentlichkeitsarbeit.

Hierzu zählt im Wesentlichen der Internetauftritt der Evangelischen Kirchengemeinde Langenselbold, die unsere Einrichtung auf ihrer Seite vorstellt.

Regelmäßig werden Berichte mit Fotos von verschiedenen Aktivitäten der Einrichtung in den Tageszeitungen der Region veröffentlicht. Diese werden nach Bedarf auch im Gemeindebrief der Kirchengemeinde abgedruckt. Somit erfahren gezielt Gemeindeglieder von unseren Ereignissen.

Vor der Einrichtung bietet uns ein Schaukasten die Möglichkeit für unterschiedliche Anlässe, wie Gottesdienste, Marktstände und Feste zu werben oder auch Grüße zu verschiedenen Jahreszeiten an die Mitmenschen zu richten.

Ca. viermal im Jahr beteiligen sich Kinder mit ihren Familien und den Mitarbeitenden der Einrichtung an Gottesdiensten der Gemeinde und stellen so die religionspädagogische Arbeit in der Öffentlichkeit dar.

Auch das jährliche Verteilen des Friedenslichtes von Bethlehem zur Adventszeit bietet eine gute Gelegenheit, mit Nachbarn, Beschäftigten des Trägers und der Stadt Langenselbold ins Gespräch zu kommen und Gottes Segen weiterzugeben.

Mehrmals im Jahr organisiert der Elternbeirat Marktstände auf dem Wochenmarkt und an Festen der Stadt, um dort Gebasteltes, Kaffee und Kuchen zu verkaufen. Mit dem Erlös unterstützen sie die Einrichtung oder stiften den Ertrag weiteren sozialen Zwecken.

5. Maßnahmen der Qualitätsentwicklung

5.1 BESCHWERDEMANAGEMENT

In unserer Einrichtung gehen wir mit internen und externen Beschwerden offen um. Jede Beschwerde wird ernst genommen. In einem vertrauensvollen und vertraulichen Gespräch werden die Wünsche hinter jeder Beschwerde erörtert und systematisch und zeitnah bearbeitet.

Es gilt die Ursachen des Problems zu erkennen und dauerhaft zu beseitigen.

Nur so kann die Qualitätsleistung unserer Arbeit stets verbessert und den Ansprüchen aller Beteiligten gerecht werden.

Beschwerden werden während des Verlaufs in einem Beschwerdebuch protokolliert und der Beschwerdeführende wird über den Hergang der Korrekturmaßnahmen auf dem Laufenden gehalten.

Kinder werden ermutigt, ihre Enttäuschungen und Verärgerungen spontan im Einzelgespräch in Kleingruppen oder gezielt im Morgenkreis vor der gesamten Gruppe zu äußern.

Durch Einbezug der Konfliktpartner werden gemeinsam Lösungen gefunden und bearbeitet.

Eltern erhalten in direkten Gesprächen im Alltag, in Form von Tür- und Angelgesprächen, Raum, ihre Anliegen anzusprechen und sich durch aktives Zuhören unsererseits ernst genommen zu fühlen. In Entwicklungsgesprächen befragen wir die Erziehungsberechtigten nach ihrer Zufriedenheit. Jederzeit kann ein Termin für ein Gespräch vereinbart werden, um sich in geschützter Atmosphäre einer Problematik anzunehmen.

Seine Wünsche an die Mitarbeiter der Einrichtung heranzutragen kann auch über den Elternbeirat, der in stetem Austausch mit der Leitung der Einrichtung steht, erfolgen. Eine weitere Möglichkeit, seine Anliegen darzustellen, ergeben sich durch eine schriftliche Elternbefragung, die zu verschiedenen Themen einmal im Jahr durchgeführt wird.

Das Team der Einrichtung trägt gemeinsam mit dem/der geschäftsführenden PfarrerIn und den Mitgliedern des Kirchenvorstandes durch konstruktive Kritik kontinuierlich am Verbesserungsprozess bei.

In Einzelfällen werden zur Bearbeitung weitere Institutionen zur Kooperation hinzugezogen.

5.2 WEITERE MASSNAHMEN DER QUALITÄTSENTWICKLUNG/QM-SYSTEM

Mit der Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems stellen wir die Qualität unserer Arbeit sicher und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Zufriedenheit unserer Kunden einerseits und der Mitarbeitenden andererseits. Der Aufbau dieses Systems erfolgt auf der Grundlage der Forderungen der DIN EN ISO 9001:2008. Dargelegt und dokumentiert wird dieses System in Form eines Qualitätshandbuchs. Alle Mitarbeitenden sind in ihrem Wirkungskreis für die Qualität der Arbeit verantwortlich. Die Förderung des Qualitätsbewusstseins auf allen Ebenen ist eine ständige Führungsaufgabe. Träger und Leitung der Tageseinrichtung stehen eindeutig hinter ihrer Entscheidung zu einem Qualitätsmanagement und sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst. Die Leitung der Tageseinrichtung ist als Qualitätsbeauftragte benannt. Qualität erfordert Planung von der Konzeption bis zur Durchführung. Hierbei wird Bezug genommen auf fachliche Standards und gesetzliche Vorgaben.

Alle Regelungen und Absprachen – dargelegt im Handbuch – spiegeln die aus unserem Leitbild und den gesetzlichen Vorgaben abgeleiteten Qualitätsziele wider. Schon bei der Zielformulierung werden die unterschiedlichen Interessen und Erwartungen der verschiedenen Kundengruppen miteinbezogen. Qualitätsgrundsätze und -ziele werden in der Zusammenarbeit mit den Beteiligten vereinbart. Die Qualitätszirkelarbeit und der Diskurs über qualitätsrelevante Themen in der Mitarbeiterschaft bewirken, dass die Qualitätspolitik von allen Beteiligten in der täglichen Arbeit verstanden und getragen wird. Der Qualitätszirkel und die Steuerungsgruppe tagen regelmäßig. Die MitarbeiterInnen werden kontinuierlich über den Stand der Qualitätsentwicklung und -sicherung informiert; die Dokumentation über das QM-System ist allen MitarbeiterInnen zugänglich. Einmal jährlich (aus gegebenen Anlässen auch abweichend davon) wird eine Bewertung des Qualitätsmanagementsystems vorgenommen. Nach einem festgelegten Verfahren wird die Zielerreichung überprüft und Korrekturmaßnahmen werden durchgeführt.”

(siehe Qualitätshandbuch der evangelischen Tageseinrichtung für Kinder in Langenselbold, Punkt 4 Qualitätspolitik, Quellenangabe!)

Gerne verweisen wir zum Abschluss auf dieses QM- Handbuch, das dem Leser, ergänzend zur Konzeption, einen noch wesentlich umfangreicheren und differenzierteren Einblick in unsere Arbeit erlaubt.

Ordnung der Tageseinrichtung für Kinder der Evangelischen Kirchengemeinde Langenselbold v. 1. April 2009.

Vgl. § 35a SGB VIII

Vgl. Bildung von Anfang an, 2007, Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen, hg. v. Hessischen Sozialministerium, Wiesbaden, S. 79-83.

Bildung stärken – Strukturen klären, 22008, Perspektiven kirchlicher Bildungsarbeit in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, hg. v. der Bildungskammer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kassel, S. 14